Alle von uns sind im Leben schon mal abergläubischen Vorurteilen begegnet, die mit einer Hochzeit oder dem Leben danach zu tun haben. Auch in Polen gibt es einige davon. Manche von Ihnen bringen Pech, manche Glück. Im Folgenden sollen einige dieser Aspekte kurz beschrieben werden.
Hochzeitsvorbereitung
- Der Hochzeitsmonat in dem geheiratet wird sollte unbedingt den Buchstaben "r" in seinem Namen enthalten
- Die glücklichsten Ehen führen diejenigen, die Ihren Hochzeitstermin auf die Weihnnachtszeit legen
- Die Brautfrau sollte bei Ihrer Hochzeitskleidung folgendes beachten:
- Es muss immer etwas Neues dabei sein - als Symbol für den Wohlstand in der Ehe
- Auch etwas Altes darf nicht fehlen - hiermit wird die Unterstützung der Eltern und der alten Freunde symbolisiert
- Etwas Weisses als Zeichen der Reinheit und Jungfräulichkeit
- Ein blauer Gegenstand steht für Treue gegenüber dem zukünftigen Ehemann
- Auch ein geliehener Gegenstand sollte enthalten sein und für die Zuneigung der neuen Familie stehen
- Das Hochzeitskleid darf nur mit der Mutter oder der besten Freundin gekauft werden
- Das Hochzeitskleid darf vor der Hochzeit nicht anderweitig verwendet werden. Nur die Anprobe ist erlaubt
- Die Schuhe der Braut müssen vorn geschlossen sein. Sichtbare Ferse oder Zehen bringen Unglück
- Unbabhängig von dem Hochzeitskleid, darf die Braut keine Halsketete aus Perlen tragen, die in dem Fall das Unglück symbolisieren
- Jungere oder alleinstehende Frau sollten auf keinen Fall das Hochzeitskleid der Braut anprobieren - es droht die ewige Einsamkeit
- Der Bräutigam darf seine Zukünftige in Ihrem Hochzeitskleid erst am Hochzeitstag zur Gesicht bekommen
- Bei der Auswahl der Eheringe darf man nicht die Eheringe von anderen Personen anziehen - das führt zur Untreue
- Will man nicht vom Pech verfolgt werden, dann sollte man die Eheringe nur anschauen und nicht anprobiert. Erst am Hochzeitstag ist das anziehen erlaubt
Hochzeitstag
- Über das Wetter am Hochzeitstag sollte man sich nicht den Kopf zerbrechen. Der Abergläubige kann jeder Situtation das Positive abgewinnen:
- Regen bedeutet Vielfältigkeit und Reichtum
- Gewitter (vor allem mit dem folgenden Regenbogen) steht für Glück
- Scheefall steht für Großzügigkeit
- Sonnenschein bringt Glück und Freude
- Die Brautfrau sollte in Ihrem Schuhe einen Groschen tragen und in der Wäsche ein Krümmelchen Zucker und Brot eingenäht haben - als Symbol für das Führen des Haushaltes
- Der Bräutigam trägt einen Geldschein in der Tasche - somit ist für ausreichenden Wohlstand gesorgt
- Der Schleier wird von einer Freundin angezogen
- Auf dem Weg zur Kirche sollte man auf keinen Fall umkehren - das Unglück ist dann vorprogrammiert
Kirche
- Auf dem Weg zum Alter sollte man nicht stolpern, um es auch in der zukünftigen Ehe zu vermeiden
- Die Brautfrau sollte auf dem Weg zum Alter auf jeden Fall lächeln - Das Lachen wird sie das ganze Eheleben lang begleiten
- Vor dem Alter stehende sollte nicht zurück oder zur Seite geschaut werden - dieses Gesten stehen für Abkehr
- Werden die Schuhe des Bräutigam vom Hochzeitskleid bedeckt, besteht die Gefahr, dass er zum Pantoffel-Held wird
- Trännen der Brautfrau bei der Messe bedeuten Glück für das Eheleben
- Das Kerzenlicht am Alter hat auch seine Bedeutung:
- Helle und gerade Flamme steht für glückliches Eheleben
- Funkelnde und rauchende Flamme bedeute Probleme
- Das Aussgehen der Kerze symbolisiert die Trennung
Die Hochzeitszeremonie
- Sollte während der Zeremonie die Eheringe auf den Boden fallen, so dürfen sie auf keinen Fall vom Brautpaar aufgehoben werden. Diese Aufgabe sollte dem Pfarrer oder Messdiener überlassen werden, um Unglück zu vermeiden
- Je nach dem welche Hand bei der Vermählung oben oder unten liegt, entscheidet darüber wer in der zukünftigen Ehe das Sagen haben wird
- Das Anstecken des Eheringes auf den Mittelfinger sollte auf jedenfall vermieden werden. Ansonsten droht Untreu in der Ehe
- Alle Versprecher beim Gelöbnis bringen Freue und Glück. Mit einer Ausnahme: Die Worte des Priesters nach dem Anstecken des Eheringes dürfen nicht mit Amen besiegelt werden
- Das Verlieren der Eheringe bedeutet den Verlust des Partners
- Ein einfühlsamer Kuss nach dem Gelöbnis sthet für Treu und Loyalität in der Ehe
Nach der Zeremonie
- Beim Verlassen der Kirche sollte man drauf achten nicht zu stolpern, um Unglück zu vermeiden
- Das Brautpaar sollte unter einem Reisregen die Kirche verlassen, als Zeichen für Fruchtbarkeit und gesundes Nachkommen
- Auch das in die HÖhe geworfene Kleingeld sollte nicht vergessen werden - es steht für Wohlstand und Reichtum
- Bei den Gratulant sollte auch eine fremde Person dabei sein, die zufällig in der Kirche war - sie steht für das Glück in der Ehe
Hochzeitsfeier
- Die Brautfrau wird über die Schwelle getragen - es symbolisiert den Ehemann als Beschützer. Stolperer sollten dabei stets vermieden werden
- Bei der Begrüßung mit Brot und Salz wird die Brautfrau gefragt wofür Sie sich entscheidet: Brot oder Salz. Die Antwort muss unbedingt lauten: Brot, Salz und meinen Ehemann
- Die Gläser nach dem ersten Toast werden nach hinten weggeworfen und sollten als Zeichen des Glücks zersplittern
- Der erste Tanz sollte auf jeden Fall geübt werden. Fehlende Abstimmung beim ersten Tanz steht für Unstimmigkeiten in der Ehe